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Historischer Bezug

Als Ende der 1970er Jahre die ersten Planungen zur Restaurierung des Saarbrücker Schlosses in die Wege geleitet wurden, hatte Prof. Gottfried Böhm in seinem Gutachten zum städtebaulichen Rahmenplan schon voraus gesehen, dass nicht nur die Restaurierung, sondern auch die Umgebung des Schlosses einer neuen Ausrichtung bedarf. Unter anderem sei es zur Erfüllung der städträumlichen Ziele unverzichtbar, die Stadtautobahn zu deckeln. Diese Maßnahme sei erforderlich, um u.a. Alt-Saarbrücken wieder menschenfreundlicher zu gestalten und zu einem Identifikationsraum für seine Bewohner zu machen (siehe „Das Saarbrücker Schloss“, Hrsg: Regionalverband Saarbrücken, S. 10).

 

Auch im Kunstlexikon Saar heisst es aktuell: „Sollte sich, aus welchen Gründen auch immer, zeigen dass die derzeit geplante vollständige Versenkung der Stadtautobahn unter den Wasserspiegel der Saar (siehe „Stadtmitte am Fluss“) sich nicht verwirklichen lässt, sollte man auf Böhms Pläne zurückgreifen.“ http://www.kunstlexikonsaar.de/artikel/-/saarbruecken-schloss

 

Gutachten Böhm
Aus dem Gutachten von Prof. Gottfried Böhm (1978)

 

Nachdem sowohl die Untertunnelung als auch die Südumfahrung seit Jahren in der Planungs- und Prüfungsphase stecken, sind wir vom Saarbrücker Bürgerforum der Meinung, dass nun die Zeit gekommen ist, an Böhms Idee einer Deckelung anzuknüpfen und diese als Lösung für das Problem Stadtautobahn in Saarbrücken zu forcieren.

 

 

Städtebauliche Vorteile

Eine Deckelung der Stadtautobahn würde viele Vorteile von SmaF integrieren. Unterhalb der Schlossmauer und auf NN der jetzigen Franz-Josef-Schröder-Straße würde eine neue, große Freifläche entstehen, die man gut zu einer neuen Mitte zwischen Alt-Saarbrücken und St. Johann ausgestalten könnte. Diese Fläche würde somit die lange Zeit getrennten Stadtteile wieder zusammen fügen und neue Möglichkeiten von sozialer Bedeutung freigeben. Man könnte zB anlehnend an die Architektur am Schloss eine offene Überdachung drauf setzen und sowohl den Bauernmarkt als auch den Flohmarkt dorthin verlagern.

 

 

Lärmschutz

Gerade in dem Abschnitt an der alten Brücke ist die Lärmbelastung für die gegenüberliegende Saarseite extrem hoch. Das Projekt NMaB würde dem entgegenwirken, indem man seitliche Glaswände anbringen würde, die den Schall dämmen würden. Darüber hinaus könnte man noch weitere Glaskonstruktionen westlich bis zur Luisenbrücke und östlich bis zur Bismarkbrücke anbringen.

 

 

Verkehr

Der verkehrstechnische Vorteil von NMaB liegt darin, dass der (einzige) Vorteil der Autobahn – nämlich eine schnelle Verteilung in die Stadtteile zu gewährleisten, ohne dass die Stadtteile selbst als Verkehrswege genutzt werden – bestehen bleibt. Die Autobahn bleibt, sie kriegt nur ein Dach und seitliche Lärmschutzwände aus Glas.

 

 

Hochwasserschutz

Jede städtebauliche Veränderung am Saarufer muss den Bestimmungen des Hochwasserschutzes entsprechen. Aktuell dient die Stadtautobahn im Falle von Hochwasser als Ausbreitungsbecken. Diese Funktion würde auch weiterhin gewährleistet sein, wenn man die unteren Segmente der Glasfassade so konzipiert, dass man sie bei Hochwasser aufklappen oder hochschieben könnte, so dass das Wasser sich weiterhin auf der Trasse der Autobahn ausbreiten kann.